Evangelische lutherische Kirchengemeinde Allendorf (Eder)

Herzlich Willkommen!

Lieder wirkten wie Glockenklang

 Die „Maxim Kowalew Don Kosaken“ boten in der mehr als vollbesetzten Kirche ein hochkarätiges und unter die Haut gehendes Hörerlebnis. Für die rund 300 Musikfreunde aus vielen Orten mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden. Gegen Ende des eineinhalbstündigen Konzerts steigerten sich die Beifallsbekundungen nach jedem Lied.   
In ihren typischen schwarzen Uniformen samt Stiefeln marschierten die sieben stolzen Sänger in die Kirche ein und sorgten mit ihren kräftigen Stimmen schon mit dem ersten Lied für Gänsehautgefühle. Mit glasklaren Stimmen sangen die Männer  sakrale Lieder der russisch-orthodoxen Liturgie und Volksweisen mit überwiegend russischen Texten. Begeistert war das Publikum vom traditionellen Lied über die „Abendglocken“ ebenso wie von einer Version des „Ave Maria“ und von „Ich bete an die Macht der Liebe“, das teilweise auch in Deutsch gesungen wurde. 
Schon in der 15minütigen Pause machten Besucher ihrer Begeisterung mit Worten Ausdruck. „Eine Stimmgewalt, die ihresgleichen sucht!“   sagte ein Besucher. Andere schwärmten: „Hinreißend schöne Melodien“ und „Zarte Kopfstimmen und kraftvolle Bässe“. 
 Nach der Pause gab es sowohl lebhafte als auch sehr verträumte und melancholische russische Volksweisen und temperamentvolle Kosakenmärsche zu hören. Ein Sprecher sagte die Titel an und benutzte dabei auch die deutschen Bezeichnungen. Beifallsstürme gab es für „Hinter dem Don“, „Es steht ein Soldat am Wolgastrand“ sowie das „Schneegestöber“, aber auch für das alte Wiegenlied „Guten Abend, gute Nacht“. Mitunter klatschte das Publikum spontan mit oder begleitete den Gesang mit leisem Summen.  Großartige Solovorträge sorgten für Ovationen. Schließlich verabschiedeten sich die sieben Künstler, kündigten aber unter Zugabe-Rufen zur Freude der Zuhörer noch einige besondere Ohrwürmer an.  Nach stehendem Applaus servierten sie dann als letztes Stück das bekannte, temperamentvoll und gut gelaunt vorgetragene „Kalinka“ , bis sie schließlich singend und auf dem Akkordeon spielend die Kirche Richtung Ausgang verließen. Zur Erinnerung nahmen sich die Musikfreunde viele Exemplare der angebotenen Tonträger für das Hören später zuhause mit. Organisator war der Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde Allendorf. 

Von Erwin Strieder