Evangelische lutherische Kirchengemeinde Allendorf (Eder)
  

Gemeinsam beten, wenn Glocken läuten
 
„In der besonderen Situation, in der sich unser Land befindet, möchten wir trotz räumlicher Distanz miteinander verbunden bleiben, gemeinsam beten, uns trösten und stärken“, schreiben die evangelischen Pfarrer Ruth und Oliver Schönfeld.

„An den kommenden beiden Sonntagen wird jemand aus unserem Pfarr-Team in der Kirchen anwesend sein, ein Fürbittengebet sprechen und dann zum Vaterunser läuten. Sie sind herzlich dazu eingeladen, in das Vaterunser mit einzustimmen, wenn Sie zuhause das Geläut hören.“

Die Zeiten: 
Am Sonntag, 5. April, ab 10.30 Uhr in Allendorf/Eder.

Persönliche Gebetsanliegen kann man den Pfarrern auch telefonisch mitteilen. 
Oliver und Ruth Schönfeld, unter Tel. 0 29 84/ 31 017.

EINE BESONDERE AKTION IN SCHWIERIGEN ZEITEN

Ein paar Minuten Zuversicht
„Ein paar Minuten Zuversicht“ – so heißt eine Aktion, mit der das Evangelische Dekanat Biedenkopf-Gladenbach ab Montag (16. März) auf die vielen Absagen auch von Gottesdiensten reagiert. Mit drei- bis fünfminütigen Audio- oder Videoandachten, die täglich auf der Homepage des Dekanats (Dekanat-BiG.de) veröffentlicht werden, wolle man dem einen „Mutmacher“ entgegensetzen.


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Liebe Gemeindemitglieder,

leider kann ich Sie im Augenblick nicht besuchen. Deshalb schreibe ich Ihnen diese kleine Andacht. Sie können diese Andacht zuhause ausdrucken und Menschen in ihrem engeren Umfeld weitergeben, sofern es die Schutzmaßnahmen zulassen.

Es ist kaum vorstellbar aber tatsächlich Realität! Die augenblickliche Situation, ja Weltlage stellt unser ganzes Leben auf den Kopf, weil eine Epidemie im großen Ausmaß das Leben und auch unser Gemeindeleben empfindlich lähmt. In den nächsten 6 Wochen werden wir keine Gottesdienste feiern um unsere Lebensgemeinschaft vor Ort und die schwächsten Menschen in unserer Mitte zu schützen. Mir und allen beteiligten Mitgliedern der Gemeindeleitung ist diese Entscheidung schwer gefallen. Mutwillig auf Gemeinschaft verzichten, gerade in Zeiten, in denen wir Angst und Sorge im Herzen tragen. Mir gibt in dieser Situation ein vertrautes Bibelwort Trost und auch Mut. „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ So heißt es im 2. Timotheusbrief. Was wir jetzt vor allem brauchen ist Kraft mit einer Portion Besonnenheit und Liebe.

Kraft brauchen wir, um unliebsame Entscheidungen zu treffen, die plötzlich nötig werden und uns von der Lebenswirklichkeit aufgezwungen werden. Doch hätte ich die Liebe nicht in meinem Herzen, könnte ich diese Entscheidungen nicht ertragen. Jetzt wird mir bewusst, dass Liebe und Nächstenliebe tatsächlich auch Entscheidungen hervorbringen, die auf dem ersten Blick das gemeinschaftliche Leben einschränken. Doch Liebe schafft auch einen gewissen Weitblick. Ich gebe und opfere etwas, damit ich später wieder das Leben mit neuer Kraft greifen kann und umso stärker Freude empfinde. So ist es im Augenblick: Ich gebe aus Liebe ein Stück Gemeinschaft auf, zum Schutz der schwachen Glieder in der Gemeinde, damit ich dem Leben und der Lebenskraft der schwächsten Gliedern wieder eine Chance gebe und am Ende wieder neues Leben in unserer Mitte aufblühen kann. So können wir später sagen: Wir haben als Gemeinschaft das lebensbedrohliche Virus, durch Selbstbeschränkung überwunden. Im Kern ist das die Osterbotschaft: In Liebe opfern wir ein Stück gewohntes Gemeindeleben, damit am Ende neues Leben auferstehen kann aus einer Zeit der Unsicherheit und Angst. Ich vertraue fest auf diese wunderbare Osterbotschaft und vertraue auf die Macht der Liebe.

So wünsche ich uns, dass wir nun mit Besonnenheit durch diese so dunkle und unsichere Zeit gehen. Die Besonnenheit ist jetzt die Stärke unserer Liebe, mit der wir viel gewinnen können.

Besonnen ist, wer jetzt Rücksicht nimmt auf andere und nicht gedankenlos anderen begegnet, sondern darauf achtet, die Gesundheit des oder der anderen zu schützen.

Das gelingt mir, wenn ich regelmäßig meine Hände desinfiziere und anderen nicht zu nahe trete. Das gelingt mir, wenn ich Abstand halte und anderen nicht zu nahe trete. Das gelingt mir, wenn ich darauf verzichte Spaß zu haben und unbedingt eine Großveranstaltung besuchen zu müssen. Es gelingt mir, wenn ich zum Beispiel für ältere Menschen, die jetzt besonders gefährdet sind, einkaufen gehe und auf diesem Wege verhindere, dass sie sich unnötig dem Risiko einer Ansteckung ausliefern. Es gelingt mir, wenn ich bewusst große Gruppen meide und mein Leben auf meine eigenen vier Wände konzentriere. So öffnet mir die Besonnenheit die Augen und den Blick für den anderen Menschen neben mir.

Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne Gottes Segen in dieser Zeit.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Pfarrer Oliver Schönfeld 

Andacht Pfarrer Oliver Schönfeld
1.AndachtWebside.pdf (212.14KB)
Andacht Pfarrer Oliver Schönfeld
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 Neuigkeiten & Hinweise

Aktuelle Informationen
Weitere Informationen finden Sie in dieser PDF.
Infobrief Allendorf.pdf (190.25KB)
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Infobrief Allendorf.pdf (190.25KB)

Liebe Gemeinde, liebes Gemeindemitglied, mit Beschluss vom 13. März 2020 hat der Kirchenvorstand der ev.-luth. Kirchengemeinde Allendorf entschieden, dass bis auf Weiteres alle kirchengemeindlichen Veranstaltungen, einschließlich der Gottesdienste ausfallen.

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